lunes, 31 de octubre de 2011

Telekom-Chef Sprachpanscher 2011

Beim zweiten Anlauf hat er es geschafft: René Obermann ist der Sprachpanscher des Jahres 2011. Mit beträchtlichem Abstand vor Bundesfamilienministerin Kristina-Equal Pay Day Schröder wurde der Vorstands-vorsitzende der Deutschen Telekom von den Mitgliedern des Vereins deutsche Sprache (VDS) mit diesem Schmähpreis bedacht. 

Damit büßt der durchaus sympathische Obermann für ein amerikahöriges mittleres Management, das über Jahre hinweg die noch verbliebenen Kunden der Telekom mit Sprachimporten aus den USA verärgert und ein Besuch auf den Netzseiten der Firma zu einer Schocktherapie im Horrorkabinett der deutschen Sprache wird: Die Generation YOUNG ver- sucht die Telekom mit der Combi­ Card Teens und den Telekom Extreme Playgrounds zu locken. Außerdem mit Tarifen wie Com­plete Call Friends und Call&Surf Mobil Friends. Geschäftskunden sollen sich von Company­ Connect, Business Complete und Telepresence angesprochen fühlen. Die Verweise heißen Quick­ links. 

Alles klar? Ja wo leben wir denn? „Geht doch nach Silicon Valley!“, will man diesen arroganten Schnöseln zurufen. Vor zehn Jahren wollten sie das Land mit Local Calls und Ger­man Calls beglücken. Aufgrund unserer Proteste sind daraus ganz schnell wieder Orts- und Ferngespräche geworden. Dann wurde statt der Auskunft der Operator eingeführt; auch das wurde aufgrund zahlreicher Proteste wieder eingestellt. Jetzt versucht man es über das Internet. Liebe Leute von der Telekom, wißt Ihr eigentlich, daß Deutsch nach Englisch, aber vor Spanisch und Französisch die zweithäufigste Sprache des weltweiten Datennetzes ist? Dann paßt euch gefälligst bitte Euren Kunden an! wk

Quelle: Sprachnachrichten 51/September 2011 www.vds-ev.de